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Wenn Praxis entscheidet: Die Stärke der höheren Berufsbildung im Finanzbereich

Geschrieben von SwissAccounting | Mar 23, 2026 10:07:00 AM

CONTROLLER AKADEMIE

Wenn Praxis entscheidet:

Die Stärke der höheren Berufsbildung im Finanzbereich

Der Arbeitsmarkt verändert sich – und mit ihm die Erwartungen an Fach- und Führungskräfte. Während in vielen Branchen akademische Abschlüsse dominieren, zeigt sich im Finanz- und Rechnungswesen ein anderes Bild: Unternehmen suchen Fachleute mit Praxisbezug, Entscheidungsstärke und Verständnis für Zusammenhänge.

 

«Praxisnah ausgebildete Fachpersonen sind im Unternehmensalltag besonders gefragt», sagt Monika Lehmann, Geschäftsführerin der Controller Akademie. «Sie denken unternehmerisch, ordnen Zahlen ein und setzen Wissen wirkungsvoll um.» Gerade in einem Umfeld, das sich durch Digitalisierung, Regulierung und Fachkräftemangel verändert, brauchen Unternehmen Persönlichkeiten, die nicht nur wissen, was zu tun ist, sondern auch wie.

Praxisnahe Ausbildung

Die höhere Berufsbildung ist das Rückgrat des Schweizer Bildungssystems – und ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für Unternehmen. Fachleute mit einem eidgenössischen Fachausweis oder einem Abschluss einer höheren Fachprüfung bringen neben Wissen auch Erfahrung, Disziplin und Reflexionsfähigkeit mit.

Ihre Ausbildung ist konsequent auf Handlungskompetenz ausgerichtet. Sie lernen, Probleme aus der Praxis zu lösen, Verantwortung zu übernehmen und in Teams zu arbeiten. Genau das schätzen Arbeitgeber.

Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, Sachverhalte nicht nur zu analysieren, sondern verständlich zu erklären und daraus konkrete Handlungsschritte abzuleiten – ein Mehrwert, den Arbeitgeber besonders schätzen. Ob im Controlling oder im Finanz- und Rechnungswesen: Wer die Sprache der Praxis spricht, baut Brücken zwischen Strategie und Umsetzung.

Unterschiede im Denken, Arbeiten und Umsetzen

Während akademische Studiengänge stärker auf Theorie, Modelle und wissenschaftliche Vertiefung fokussieren, steht in der höheren Berufsbildung das Tun im Vordergrund. Fallbeispiele, Gruppenarbeiten und Praxisprojekte prägen den Unterricht.

«Entscheidungen treffen, argumentieren und Verantwortung übernehmen – genau das trainieren unsere Teilnehmenden», erläutert Monika Lehmann.

Das prägt die Denkweise: Praxisorientierte Fachkräfte suchen Lösungen, keine idealen Modelle. Sie hinterfragen, priorisieren und handeln – oft schneller und mit klarem Fokus. Für viele Betriebe ist das ein entscheidender Vorteil: weniger Theorieballast, mehr Umsetzungskompetenz.

Durchlässigkeit statt Titel-Diskussion

Die Diskussion Berufsbildung oder Studium führt am Kern vorbei. Erfolgreiche Karrieren entstehen heute aus Kombination, nicht aus Konkurrenz.

Viele Fachleute bringen bereits einen Hochschulabschluss mit, bevor sie sich für die höhere Berufsbildung entscheiden. Gerade im Bereich Finanz- und Rechnungswesen und Controlling ist dies häufig der Fall: Nach der Matura folgt ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule, anschliessend wird Berufserfahrung gesammelt – und erst danach fällt der Entscheid für die Vorbereitung auf die höhere Fachprüfung.

Die höhere Berufsbildung ermöglicht es, theoretisches Wissen gezielt zu vertiefen und konsequent auf praktische Fragestellungen anzuwenden. Diese Verbindung macht sie für viele Fachkräfte – und Unternehmen – besonders attraktiv.

Diese Kombination ist für Unternehmen besonders wertvoll: Sie verbindet analytisches Denken und Forschungskompetenz mit Handlungssicherheit und Praxisnähe. Die höhere Berufsbildung schliesst damit keine Türen, sondern eröffnet neue Wege.

Die Controller Akademie steht exemplarisch für diese Durchlässigkeit. Ihre Lehrgänge – von Vorbereitungskursen für die Berufsprüfung über CAS-Programme bis hin zu den Expertenstudiengängen auf HFP-Niveau – verbinden verschiedene Bildungswelten und fördern individuelle Entwicklungspfade. Allen gemeinsam ist die Praxisorientierung, auf die sehr viel Wert gelegt wird.

Mehr Praxis, mehr Wirkung für Unternehmen

Unternehmen profitieren unmittelbar von Mitarbeitenden, die praxisnah und eigenverantwortlich denken. Fachkräfte aus der höheren Berufsbildung bringen meist mehrere Jahre Erfahrung mit, kennen betriebliche Abläufe und wissen, welche Lösungen in der Realität tragfähig sind. Sie denken vernetzt, handeln pragmatisch und sind es gewohnt, Entscheidungen auf Basis unvollständiger Informationen zu treffen – wie es die Praxis verlangt.

Das macht sie zu stabilen, verlässlichen Teammitgliedern und oft zu internen Brückenbauern zwischen operativem Geschäft und Management. «Fachleute mit Praxisverständnis tragen wesentlich dazu bei, dass Zahlen zu konkreten Handlungsoptionen werden», fasst Monika Lehmann zusammen. «Sie machen Wirkung sichtbar – und genau das ist der Kern von gutem Controlling.»

Fazit

Akademische Bildung und höhere Berufsbildung stehen nicht im Wettbewerb – sie ergänzen sich. Beide Wege führen zu Fachkräften, die Unternehmen dringend brauchen.

Beide Bildungswege leisten einen wichtigen Beitrag – die akademische Ausbildung durch vertiefte Analyse und Forschung, die höhere Berufsbildung durch praxisnahe Umsetzung und Erfahrung.

Entscheidend bleibt jedoch, dass Wissen in der Praxis wirksam wird. Die höhere Berufsbildung leistet dazu einen unverzichtbaren Beitrag: Sie verbindet Theorie mit Anwendung, Denken mit Handeln – und schafft so echten Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft.